Donnerstag, 12. April 2012
3D Malerei

Farbvertiefung



Nach der Grundierung folgen die ersten Vertiefungen, wie die Farbverläufe. Das "Eis" wird mehr und mehr weisslich unterstrichen und die ersten Details, wie kleine fallende Eisblöcke, werden gemalt. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
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  • Seit er denken kann, malt Edgar Müller. Er war schon immer fasziniert von der Möglichkeit Dinge, seine Umwelt, Gedanken und auch Gefühle auf Papier und auch später auf der Strasse darzustellen. "Ich probierte viele Techniken aus und konnte sie schnell in mein Repertoire aufnehmen. Ich war und bin ein Nimmersatt, was das Malen betrifft.", erzählt Müller. Um sein Talent zu fördern, schickten seine Eltern ihn an eine Malschule. Das war aber nicht das, was er wollte - Müller war kein Junge, der sich vorschreiben liess, was er zu malen hat.
  • Als Müller 16 Jahre alt war, nahm er zum ersten Mal am "Internationalen Wettbewerb der Strassenmaler" in der ländlichen Stadt Geldern teil. Er knüpfte Kontakte und bekam auch viele Tipps, was er als Strassenmaler beachten sollte. Schon im Studium verdiente Edgar Müller etwas Geld mit seiner Strassenkunst. "Durch das Kopieren der sogenannten alten Meister, verfeinerte ich mein malerisches Repertoire und verdiente auch schon recht gut.", erzählt er. Ein Jahr vor dem Diplom hängte er sein Studium zum Kommunikationsdesigner an den Nagel. Auf der Strasse fand er, was er vergeblich an der Universität gesucht hatte: Authentizität und Unabhängigkeit. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Wenn man dieses Bild sieht denkt man, dass sich hier tatsächlich eine Eiskluft befindet. Das aber ist eines der Kunstwerke von Edgar Müller und eigentlich nur ein Bild auf einer Strasse. Er benutzt für seine Malereien aber keine Tricks oder ähnliches. "Die Trickkiste gehört den Zauberern. Bei meinen Projekten nutze ich keinen doppelten Boden, nichts wird versteckt. Da ich in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel male, kann jeder - der möchte - die Entstehung des Bildes von Anfang bis Ende verfolgen und somit auch leicht nachvollziehen, wie diese Illusion entsteht.", erklärt er. "Wenn ich mit ein wenig Farbe und einer Hand voll perspektivischen Gesetzen eine dritte Dimension vortäusche, dann nicht um zu verstecken sondern um die Gewohnheit unserer Wahrnehmung aufzudecken und in Frage zu stellen." (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Edgar Müller hat schon lange bevor er die Bilder malt Ideen im Kopf. Er erstellt Skizzen und bereits ausgearbeitete Entwürfe. Bevorzugt malt er direkt auf dem Boden. Seine Bilder malt er mit handelsüblicher Wandfarbe, die nicht gleich vom ersten Regen wieder weggespült werden kann und da es Böden gibt, die nicht von ihm "beschädigt" werden dürfen, klebt er diese dann mit vorher mit transparenter Folie ab. Seit drei Jahren hat Müller einen Assistenten, den Jurastudenten Thomas Frankovic, genannt Frenk aus Slowenien. Dieser hilft ihm beim aufwändigen Prozess seiner Kunstwerke. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Nach dem Abkleben folgt die Bemalung des Bodens in der Grundfarbe des Bildes. Da dieses eine Eiskluft wird, ist die Farbe hier blau. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Nach der Grundierung folgen die ersten Vertiefungen, wie die Farbverläufe. Das "Eis" wird mehr und mehr weisslich unterstrichen und die ersten Details, wie kleine fallende Eisblöcke, werden gemalt. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Es werden mehr und mehr Details eingefügt. Die Ritzen im Eis werden verdunkelt, Eisblöcke krachen die Klippen runter und auch mit Licht und Schatten spielt Edgar Müller. "Ich liebe den enormen Unterschied in der Maltechnik, die ich anwenden muss. Vorne im Bild gilt es, ganz detailliert mit haarfeinen Pinseln zu malen. Je weiter ich mich vom eigentlichen Punkt des Betrachters entferne, desto gröber werden die Pinselstriche. Ganz oben am Ende des Bildes, nehme ich auch schon mal einen Besen zur Hand um überhaupt Strukturen erkennbar zu machen.", erzählt er uns. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
  • Die Bilder sind zum Schluss zehn Meter breit und bis zu 30 Meter lang. Dazu benötigt Edgar Müller fünf bis sechs Tage. Wie man sieht, lohnt sich der Aufwand aber auf jeden Fall, denn so ein faszinierendes und täuschend echtes Bild erweckt mit Sicherheit sehr viel Aufmerksamkeit, worauf der Maler sichtlich Stolz sein kann. Dieses Bild durfte er für das "Festival of World Culture" in Dun Laoghaire, Irland, im August 2008 malen. (© Edgar Müller/www.metanamorph.com)
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Nach der Grundierung folgen die ersten Vertiefungen, wie die Farbverläufe. Das "Eis" wird mehr und mehr weisslich unterstrichen und die ersten Details, wie kleine fallende Eisblöcke, werden gemalt.

Mehr von Edgar Müller und seinen Bildern gibt es auf seiner Homepage.

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